Eine außergewöhnliche Erfolgsgeschichte

Arbeitgeber, MAIA-Teilnehmer und die vkm-Geschäftsführung treffen sich regelmäßig zum Erfahrungs-austausch. Das Bild zeigt (von links): Jürgen Dubbi, Waltraud Pietersma, Stefan Rehbein, Bernd Halm, Frank Humrich, Karin Pötter, Elisabeth Reitz . – Foto: KottmannArbeitgeber, MAIA-Teilnehmer und die vkm-Geschäftsführung treffen sich regelmäßig zum Erfahrungs-austausch. Das Bild zeigt (von links): Jürgen Dubbi, Waltraud Pietersma, Stefan Rehbein, Bernd Halm, Frank Humrich, Karin Pötter, Elisabeth Reitz . – Foto: Kottmann

Bereits seit 2008 unterstützt der Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen Hamm (kurz vkm Hamm) behinderte Menschen durch individuelle Schulungen und eine intensive Betreuung erfolgreich auf ihrem Weg in den ersten Arbeitsmarkt. Das Projekt trägt den Namen MAIA, was für „Maßnahme zur Aktivierung und Integration in den ersten Arbeitsmarkt“ steht. In Hamm wurden 2017 schon sechs Teilnehmer erfolgreich vermittelt. In den vergangenen vier Jahren hat die Maßnahme 34 Teilnehmerinnen und Teilnehmern eine Anstellung ermöglicht und damit die Zielsetzung zu mehr Eigenständigkeit und Eigenverantwortung vollauf erfüllt.

„Die Vermittlungsquote ist absolut herausragend“, betont vkm-Geschäftsführerin Elisabeth Reitz. „In diesem Zusammenhang muss man zum einen die tolle Arbeit unseres MAIA-Teams mit Birgitta Kreutzkamp-Siebert, Jürgen Dubbi, Mareike Willems und Madeline Büte herausstellen. Zum andere gebührt auch dem Kommunalen Jobcenter Hamm ein großes Dankeschön für die reibungslose Kooperation.“

Den Schlüssel zu diesen erfolgreichen Zahlen sieht Jürgen Dubbi vor allem in der sehr individuellen Betreuung der Teilnehmer, die schon vor der Teilnahme an der Maßnahme beginnt. Denn beim vkm wird zunächst mit möglichen Kandidaten vorab ein persönliches Gespräch geführt. „Das hat man regelrecht als Vorstellungsgespräch empfunden und das war etwas ganz Besonderes. Das kannte ich von anderen Maßnahmen nicht“, erklärte Frank Humrich, der nach siebenmonatiger Teilnahme an MAIA und einem Praktikum erfolgreich in das Büro eines Umzugsunternehmens vermittelt wurde und dort mittlerweile angestellt ist. Aber mit einer erfolgreichen Vermittlung endet beim vkm die Betreuung nicht. Jürgen Dubbi: „Die Nachbetreuung hat für uns auch einen großen Stellenwert. So stehen wir mit Arbeitnehmern und auch Arbeitgebern weiterhin im Austausch und unterstützen weiterhin, wo wir können. Unsere Türen stehen immer offen.“ Dies gelte auch, wie Projektleiterin Birgitta Kreutzkamp-Siebert betont, für nicht vermittelte Teilnehmer: „Dadurch sind uns auch im Nachhinein schon Vermittlungen gelungen.“

Arbeitgeber sind hochzufrieden

Gerade in diesem direkten Austausch und der Möglichkeit, gemeinsam an Rahmenbedingungen zu arbeiten, sehen Stefan Rehbein, Marktleiter beim integrativen Lebensmittelmarkt „dasmarkt“, oder Karin Pötter, Inhaberin der „Katzenpension Buchenhof“, als Arbeitgeber einen großen Vorteil. „Wenn es nicht diesen intensiven Kontakt gegeben hätte, wären wir wohl gar nicht darauf gekommen, eine Stelle auf diese Weise zu besetzen“, verdeutlicht Karin Pötter, die die Katzenpension in Hamm-Uentrop mit über 9.000 Quadratmetern Grundfläche und entsprechend vielfältig erforderlichen Pflegearbeiten seit 2000 betreibt. Beim kürzlich vorgenommenem Erfahrungsaustausch mit Arbeitgebern, MAIA-Teilnehmern und der vkm-Geschäftsführung stellte sie aber auch klar: „Je nach Arbeit ist das momentan beinhaltete vierwöchige Praktikum zu kurz, um alle Arbeitsfelder kennenzulernen. Hier würde ich mir zumindest für unseren Betrieb stattdessen ein dreimonatiges Praktikum wünschen, was für beide Seiten genug Zeit zur Einarbeitung geben würde.“ Unter dem Strich berichtet die Unternehmerin wie auch Marktleiter Stefan Rehbein von einer hervorragenden Kooperation. „Ich sehr froh, dass wir hier mit dem vkm zusammenarbeiten. Die Mitarbeiter aus dem MAIA-Projekt passen hervorragend zu uns“, so Rehbein. So werden beide wie auch anderen Arbeitgeber, mit denen der vkm sehr gut zusammenarbeitet, weiterhin auf Mitarbeiter aus dem Projekt MAIA setzen und somit zusammen mit den motivierten Projektleitern dafür sorgen, dass die Zahlen auch künftig erfreulich hoch sein werden.