Belebung des gesamten Bezirks

Nordansicht des Bauprojektes. - Grafik: Planconcept NachtigallNordansicht des Bauprojektes. - Grafik: Planconcept NachtigallDie im Dezember durchgeführten Baumfällarbeiten in direkter Nachbarschaft zum evangelischen Gemeindehaus an der Dietrich-Bonhoeffer-Straße in Hamm-Westtünnen waren der sichtbare Startschuss für ein Bauprojekt, das für eine Belebung des gesamten Bezirks sorgen wird. Davon sind die im Hintergrund beteiligten Verantwortlichen überzeugt.

Herzstück der Planungen ist der Neubau eines barrierefreien, öffentlich geförderten Wohngebäudes, mit 18 Einheiten für ein bis drei Personen, insgesamt werden etwa 30 Personen einziehen. „Die Wohnungen sind komplett barrierefrei“, betont Patrick Eckardt, Geschäftsführer der BKV Baubetreuung, die zusammen mit Architekt Viktor Nachtigall das Gebäude geplant hat und als Bauherr umsetzt. Die Vermittlung der Wohnungen wird durch die Stadt Hamm geregelt. „Ziel ist eine Vergabe an unterschiedliche Altersgruppen Wohnungssuchender mit besonderen Anforderungen“, wie Frank Schulte, Leiter des Amtes für Soziales, Wohnen und Pflege, erklärt.

Mittlerweile liegt die Baugenehmigung vor, die Bauarbeiten sollen in der zweiten Jahreshälfte beginnen, wie Patrick Eckardt jetzt mitteilt. Bereits während der Bauphase soll der Parkplatz geschottert werden, damit die Nutzung auch während der Bauphase etwa für Besucher der Stephanuskirche „trockenen Fußes“ möglich ist. Der Bezug der Wohnungen ist für das letzte Quartal 2019 geplant.

Südansicht des Bauprojektes. - Grafik: Planconcept NachtigallSüdansicht des Bauprojektes. - Grafik: Planconcept NachtigallNeben dem Neubau wird es auch eine komplette Sanierung des ehemaligen Pfarrhauses geben, das künftig vom Jugendhilfeträger Wellenbrecher als „Kinderhaus“ genutzt wird. Dieses wird dann als Einfamilienhaus für betreutes Wohnen benutzt, in dem bis zu drei Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren von einem Erzieherehepaar jeweils bis zu zwei Jahre in „familienähnlichen Strukturen“ begleitet werden, wie Edeltraud Tümmers vom „Verein zur Förderung neuer Wohnformen in Hamm“ verdeutlicht. Auch die Betreuung der späteren Bewohner wird bereits intensiv geplant. Hierfür wird neben Wellenbrecher auch der im Hammer Osten ansässige Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen Hamm (kurz: vkm Hamm) zuständig sein. „Wir werden soziale Arbeit am Standort anbieten“, erklärt vkm-Geschäftsführerin Elisabeth Reitz. Dies umfasse neben einem Ambulant Betreuten Wohnen auch eine Freizeitarbeit, die gemeinsam mit der Gemeinde erarbeitet und umgesetzt werden solle. Ein Vorhaben, das auch Pfarrerin Elisabeth Pakull sehr begrüßt: „Gemeinsam wollen wir hier etwas für das Gemeindeleben tun. Ich kann mir gut vorstellen, dass wir durch dieses Projekt für eine deutliche Belebung sorgen können.“

In den nächsten Monaten werden die Planungen auch für diesen Bereich von den verschiedenen beteiligten Einrichtungen konkret angegangen. „Wir werden dafür sehr frühzeitig auch mit allen in Westtünnen aktiven Gruppen das Gespräch suchen, inwieweit wir gemeinsame Projekte hier vor Ort umsetzen können. Ziel ist es, gemeinsam mit der Gemeinde ein Zentrum für das Zusammenleben im Quartier zu schaffen“, so Simon Kottmann, zuständig beim vkm Hamm für die Öffentlichkeitsarbeit. Bei dem Rhyneraner sollen künftig auch die Fäden für das neu entstehende Netzwerk zusammenlaufen.