Durch die Kooperation mit der Fachhochschule Bielefeld wird sich mit dem Thema Gesundheit im vkm noch intensiver beschäftigt. Es wurden mehrere Kleingruppen ins Leben gerufen, die alltagsnah in leichter Sprache regelmäßig das Thema bearbeiten und dadurch die Gesundheitskompetenzen der Gruppenteilnehmer*innen stärken sollen.

Zunächst wurden gemeinsam mit den Klient*innen gesundheitliche Ziele gesteckt und dazugehörige Wünsche gesammelt.  Die Teilnehmenden möchten sich beispielsweise mit Entspannung, gesunder Ernährung und Sport beschäftigen und Neues dazu erlernen. Eine Spende der AOK NordWest hilft uns dabei. Mit Gesundheitsmaterialien wie Faszienrollen, Massagebällen und Sportmatten kann auf die Wünsche der Klient*innen eingegangen werden und im Rahmen der Kleingruppen verschiedene Sport- und Entspannungsprogramme durchgeführt werden.

Darüber hinaus wird auch schon bald die erste Befragung des Gekoprojekts stattfinden. Dies hat ebenfalls das Ziel, durch Erklärvideos die Gesundheitskompetenzen für Menschen mit Behinderung zu stärken. Viele Klient*innen des vkm Hamm haben sich bereit erklärt, bei dieser wichtigen Forschung mitzuwirken.

Die Klienten*innen verfassten einen Brief an sich selbst mit Gesundheitszielen für 2021. - Foto: Beitz/vkmDie Klienten*innen verfassten einen Brief an sich selbst mit Gesundheitszielen für 2021. - Foto: Beitz/vkmDie Arbeit der GeKo-Projektgruppe des vkm nimmt langsam Fahrt auf. Die beteiligten Klienten*innen haben als erstes einen Brief an sich selbst verfasst. Dabei sollten gesundheitliche Ziele für das Jahr genannt werden und dazu noch Wünsche und Ängste in diesem Zusammenhang.

Für diesen Brief und auch weitere Materialien aus diesem Projekt wurde für jeden Klienten*in ein persönlicher Ordner erstellt, der mit nach Hause genommen wurde, um dort und in folgenden Terminen damit weiterzuarbeiten.

 

LogoMenschen mit geistiger Behinderung sind im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung eine gesundheitlich benachteiligte Gruppe: Um gesundheitsrelevante Informationen beschaffen, verstehen und beurteilen zu können, benötigen sie eine gewisse Gesundheitskompetenz.

Darin besteht für diese Gruppe eine sozial bedingte Ungleichheit von Gesundheitschancen. Prof. Dr. Änne-Dörte Latteck und Prof. Dr. Norbert Seidl von der Fachhochschule (FH) Bielefeld beschäftigen sich in ihrem Projekt „Stärkung der Gesundheitskompetenz durch effektive zielgruppengerechte Informationskonzepte“ (Geko-MmgB) damit, wie diese Gesundheitskompetenz Menschen mit geistiger Behinderung in Form von Erklärvideos nähergebracht werden kann. „Unser Ziel ist, gesundheitskompetente und selbstbestimmte Entscheidungen von Menschen mit geistiger Behinderung zu fördern und Verhaltensänderungen zu initiieren“, erklärt Latteck.