Gemeinsam angepackt: Der Einzug verlief für die neuen Mieter des Wohnprojektes Westtünnen sehr erfolgreich. - Foto: KottmannGemeinsam angepackt: Der Einzug verlief für die neuen Mieter des Wohnprojektes Westtünnen sehr erfolgreich. - Foto: KottmannSeit Anfang Mai sind soweit alle Mieter des Hauses Westtünnen eingezogen. Alle waren sehr aufgeregt aber auch voller Vorfreude auf die neuen Wohnungen und die damit verbundenen neuen Erfahrungen.

Zu Beginn herrschte erstmal Chaos in den Wohnungen und die neuen Betreuer gaben Hilfestellungen und somit auch Zeit für erste Begegnungen und Gespräche. Mieter und Betreuer mussten sich erstmal kennenlernen aber nach ein paar Tagen merkte man schnell, dass eine gute Stimmung im Haus und zwischen Mietern und Betreuer herrscht.

Einleben in neue Umgebung

Für die meisten der neuen Mieter ist die Umgebung Westtünnen komplett neu. Außer dem neuen Haus ist alles fremd. Aber zum Glück ist jemand der Betreuer im Haus dafür zuständig, die Umgebung zu erkunden. In Kleingruppen (wegen Corona) wurde die Umgebung erkundet. Wo genau kann ich einkaufen gehen, wie ist der Weg dorthin? Wo kann ich mein Geld bekommen? All die Fragen wurden geklärt und bei einer Erkundungstour durch Westtünnen sichtbar.

Es stehen weitere Spaziergänge durch die Nachbarschaft an, denn Westtünnen ist größer als gedacht und wir haben noch lange nicht alles erkundet. Aber auch Fragen wie, wie komme ich eigentlich zur Arbeit oder in die Stadt, wurden angefangen zu klären. Busverbindungen wurden recherchiert und ein Bustraining wird zukünftig stattfinden im den Mietern Selbständigkeit in diesem Bereich zu gewährleisten. Erste Kontakte mit Nachbarn wurden geknüpft. Zunächst beschränkt es sich auf die Kommunikation am Gartenzaun, aber bislang berichten die Mieter nur von positiven Ereignissen. 

Kennenlernen untereinander

Nicht nur das Erkunden der Umgebung ist wichtig, sondern auch das kennenlernen untereinader der Mieter im Haus ist wichtig. Wer ist eigentlich mein Türnachbar oder wem begegne ich da ständig morgens auf dem Weg zu Arbeit? Dazu animieren wir die Mieter, an Freizeitveranstaltungen intern im Haus teilzunehmen, zum Beispiel in Form von Spielen oder gemeinsamen Gartenaktionen, wie das planen von Gartenmöbeln aus Europalletten. Aber auch integrative Angebote finden bereits statt, wie beispielsweise ein Kunstprojekt. Zukünftig steht nochmal das Ermitteln der eigenen Interessen der Mieter an, um auf diese spezifischer eingehen zu können. In planung ist auch schon ein Sommerprogramm zur Feriengestaltung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene.