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Termine

29.07 - 02.08.
vkm-Freizeit 2019 in Zeeland (Infos)

 

17. August 2019
2. inklusiver Motorradausflug (Infos)


Fragen zum Freizeitprogramm beantwortet die

Geschäftsstelle unter
Telefon 02381/489710.

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Interview mit Jürgen Dubbi

Jürgen DubbiJürgen DubbiWelche Funktion üben Sie beim vkm Hamm e. V. aus?
Ich bin ein Job-Coach. Meine Aufgabe ist es, die Teilnehmer auf den 1. Arbeitsmarkt zu vermitteln. Wir legen Wert darauf, die Teilnehmer in passgenaue und leidensgerechte Stellen zu vermitteln. Ich schaue nicht nur in Zeitungen und im Internet, sondern durch meine jahrelange Tätigkeit in diesem Beruf kenne ich viele Betriebe und habe Kontakte zu Arbeitgebern. Dadurch kann ich einigen Teilnehmern auch Stellen vermitteln, die gar nicht ausgeschrieben sind. Bei der Vermittlung achte ich natürlich immer darauf, welche Tätigkeiten für den Teilnehmer noch möglich sind.

Wie sind Sie zum vkm Hamm e. V. gekommen?
Ich habe vorher beim Berufsförderungswerk in Hamm gearbeitet. Dort hatten wir eine Kooperation mit dem vkm Hamm e. V., und so habe ich ihn kennengelernt. Seit 2006 arbeite ich mit behinderten Menschen. Für mich war es die absolut richtige Entscheidung zum vkm Hamm e. V. zu wechseln.
Was sind Ihre Erwartungen an das Projekt MAIA?
Ich habe den Anspruch, für die Teilnehmer nicht nur einen Arbeitsplatz zu finden, sondern einen, den sie mit ihrer Behinderung gut ausführen können. Ich fühle mich zuständig dafür, genau herauszufiltern, welche Tätigkeiten für den einzelnen Teilnehmer möglich sind.

Erfüllt Sie ihr Job?
Ja, mein Job erfüllt mich sehr! Es macht mir Freude, wenn die Teilnehmer mitarbeiten und wir zusammen einen Job für sie finden. Jede einzelne Vermittlung ist für mich schöner als Urlaub, weil jeder Einzelne es verdient hat und dafür gebe ich alles. Für mich ist das hier mehr als ein Job. Die Teilnehmer liegen mir am Herzen. Wenn der Arbeitsvertrag zur Unterschrift vorliegt, ist das ein wunderschöner Moment. Der Glanz in den Augen ist das Allerbeste.

Können Sie zu Hause abschalten?
Das ist eine schwere Frage. Es kommt auf die Situation an. Manchmal telefoniere ich mit Teilnehmern noch um 20.30 Uhr, wenn sie z. B. im Praktikum sind. Das ist mir wichtig. Wenn ich helfen kann, dann helfe ich, auch wenn mich jemand im Bus anspricht. Irgendwie bin ich immer ein bisschen dabei. Und wenn eine wichtige Entscheidung anfällt, kann ich auch schwer abschalten. Erst wenn alles Wichtige erledigt ist, komme ich zur Ruhe. Besonders gut abschalten kann ich eigentlich nur dann, wenn ich einen Teilnehmer vermittelt habe.

Mit wem arbeiten Sie am liebsten mit Jüngeren oder Älteren?
Ältere und Jüngere zusammen ist für mich toll, das Miteinander gefällt mir.

Möchten Sie den Job noch bis zur Rente machen?
Ja, und noch darüber hinaus. Für mich ist das hier mehr als nur ein Beruf. Solange ich es gesundheitlich schaffe, möchte ich hier weitermachen.

Was reizt Sie an Ihrer Arbeit?
Am meisten reizt mich die Arbeit mit den verschiedenen Menschen. Jeder ist anders, ich mag die Herausforderung.

Erkennen Sie Veränderung während der Maßnahme an den Teilnehmern?
Das erlebe ich oft schon im Vorgespräch. Innerhalb der ersten halben Stunde tauen viele auf und kommen an. Ich finde diesen Moment klasse, wenn das Eis bricht. Aber auch später werden viele noch viel aufgeschlossener. In der Regel beobachte ich positive Veränderungen bei den Teilnehmern.

Müssen Sie vom Jobcenter eine bestimmte Vermittlungsquote erfüllen?
Quote hin oder her. Man setzt sich selber eine Quote. Unsere ist 30 %. Das ist unsere Leistung. Wir werden natürlich vom Jobcenter beobachtet. Aber für mich geht es hier nicht um Quoten, sondern um jeden einzelnen Teilnehmer.

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