Spezialsprechstunden der EUTB

Stellten gemeinsam die Spezialsprechstunde vor: (von links) Jennifer Buhla (vkm), Isa Topak (Türk. Behindertenverein), Kathrin Kaleck (EUTB), Silke Richwien (EUTB) und Christine Hecker (Stellv. Leiterin Amt für Soziales, Wohnen u. Pflege). - Foto: KottmannStellten gemeinsam die Spezialsprechstunde vor: (von links) Jennifer Buhla (vkm), Isa Topak (Türk. Behindertenverein), Kathrin Kaleck (EUTB), Silke Richwien (EUTB) und Christine Hecker (Stellv. Leiterin Amt für Soziales, Wohnen u. Pflege). - Foto: Kottmann

Vor allem für Menschen mit Behinderung, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe leben, treten zum neuen Jahr zahlreiche Änderungen ein. Grund dafür ist die dritte Reformstufe des sogenannten Bundes-Teilhabe-Gesetzes. Unter anderem sollen Menschen in Einrichtungen so gestellt werden, als würden sie in einer eigenen Wohnung leben. 

„Eine bedeutende Änderung betrifft beispielsweise die Grundsicherung“, erklärt Silke Richwien, Mitarbeiterin der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung in Hamm (kurz EUTB Hamm). So wurden bisher die Kosten für Unterkunft, Lebensunterhalt und Betreuung vom Träger der Eingliederungshilfe direkt an die jeweilige Einrichtung gezahlt. Dies ändert sich nun: Ab 2020 trägt der Landschaftsverband nur noch die Kosten für die Betreuung. Für Unterkunft und Lebenshaltung müssen die Bewohner dann selbst aufkommen.

„Wer das nicht aus eigenem Einkommen oder Vermögen kann, hat meist Anspruch auf Grundsicherung“, verdeutlicht Richwien die Folgen. „Menschen mit Behinderung, Angehörige aber auch Fachpersonal aus den Einrichtungen kommen mit vielen Fragen auf uns zu. Allen gemein sei eine große Unsicherheit, welche Schritte nun notwendig werden und wie sich die Änderungen auf die Bewohnerinnen und Bewohner auswirken“, ergänzt EUTB-Mitarbeiterin Kathrin Kaleck.

Um sich diesen Fragen und Unsicherheiten zu widmen, bietet die Beratungsstelle in der Bahnhofsstraße 4 in Hamm vom 4. bis zum 8. November jeweils von 9 bis 12 Uhr in Kooperation mit dem Grundsicherungsamt Spezialsprechstunden an. „Wir haben währenddessen die Möglichkeit, stets das Sozialamt telefonisch in die Beratung einzubinden. Das ist sicher ein großer Vorteil, um individuell auch Einzel- und Spezialfragen beantworten zu können und wir freuen uns sehr darüber“, so Richwien. Wegen der erwarteten großen Nachfrage wird um eine telefonische Terminvereinbarung gebeten, um längere Wartezeiten bei der Beratung zu vermeiden.