Ambulant Betreutes Wohnen

Das Ambulant Betreute Wohnen ist eine Hilfe für Menschen mit Behinderung, die vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) finanziert wird. Durch diese so genannte Eingliederungshilfe (nach §§ 53, 54 SGBXII), können wir Menschen mit geistiger und/oder psychischer Behinderung dabei unterstützen, selbstständig außerhalb des Elternhauses oder eines Wohnheimes zu leben.

 

Grafik: vkm

Sie können dabei wählen, ob sie alleine eine Wohnung anmieten, sich als Paar oder mit einem Freund/einer Freundin eine Wohnung teilen oder in einer Wohngemeinschaft mit einigen anderen leben möchten. Wenn Sie das Ambulant Betreute Wohnen beantragen (alleine oder mit Hilfe von Angehörigen, Freunden oder dem Betreuer) wird in einem persönlichen Gespräch festgelegt, wo genau die Unterstützung gewünscht und benötigt wird.

Nach Bewilligung des Antrages durch den Landschaftsverband und der Festlegung des Umfangs der Betreuung, wird mit unserem Verein ein Vertrag abgeschlossen. Danach bekommt jede(r) eine BezugsbetreuerIn, mit der ein- oder mehrmals wöchentlich Betreuungstermine vereinbart und individuell gestaltet werden.

Wenn Sie Interesse am Ambulant Betreuten Wohnen haben oder sich einfach einmal beraten lassen möchten, melden Sie sich in unserem Büro.

Erfahrungsbericht von Hartmut Röhler

Meine ersten Erfahrungen mit dem "Ambulant Betreuten Wohnen waren durchweg positiv. Zuerst wurde ein Hilfs- und Betreuungsplan erstellt. Der umfasst drei Bereiche:

  1. Was kann der Klient (in diesem Fall Ich) selbstständig erledigen?
  2. Wobei benötigt der Klient Hilfe und in welchem Umfang?
  3. Was sind die Ziele der Betreuung?

DAS BEWO hat ja nicht den Sinn, dem Klienten möglichst viel Arbeit abzunehmen, sondern es soll erreicht werden, dass der Klient nach und nach lernt, möglichst viele Tätigkeiten wieder eigenverantwortlich und selbstständig zu erledigen, bis das Betreuungsverhältnis wieder ganz aufgelöst werden kann. Da habe ich mir gedacht, schade! Euch könnte ich mir auch als ständige Begleiter vorstellen. Es ist aber natürlich trotz aller Sympathien ein schönes Gefühl, festzustellen, dass man im Laufe der Zeit doch immer mehr Dinge wieder selbst in die Hand nehmen kann.

VKM Freizeitangebote: Alle Freizeitangebote aufzuzählen, die der Verein für körper- und mehrfachbehinderte Menschen anbietet, würde hier den Rahmen sprengen. Das wird auch schon daran deutlich, dass der VKM eigens für diesen Bereich neue Räume in der Heßlerstraße angemietet hat. Das sind die so genannten neuen Freizeiträume. Da wird gespielt, gebastelt, gesungen z. B. Deutschland sucht den BEWO-Star oder Karaokeabend. Zum Kegeln müssen dann aber doch alle mit PKWs oder dem Fahrdienst zu anderen Lokalitäten gebracht werden. Aber auch der Aufwand lohnt sich immer. Ich hatte bis jetzt schon das Glück, an zwei sehr schönen Urlaubsfahrten und an einem Anti-Stress-Seminar und an zwei verlängerten Wochenenden am Möhnesee teilnehmen zu dürfen! Zwei für mich ganz besondere Veranstaltungen, die regelmäßig in den "vereinseigenen" Freizeiträumen stattfinden sind:

  • Grillnachmittage
  • Sonntagsfrühstücke

Alle Betreuerinnen sind sehr, sehr nett und hoch motiviert! Absolute Spitzenklasse!!!