Systematische Weiterbildung und gesteigerte Aufmerksamkeit für das Thema Diversität – mit diesen Zielsetzungen nimmt der vkm Hamm e. V. aktuell am Projekt „SoDivers“ teil. Das durch den Europäischen Sozialfonds geförderte Projekt wird koordiniert vom gemeinnützigen Partner ESTA Bildungswerk und wissenschaftlich von der Prospektiv GmbH und dem Fachbereich Sozialwissenschaft der in Hamm ansässigen SRH Hochschule begleitet.

Diversität umfasst hierbei nicht nur die Aspekte Geschlecht, ethnische oder nationale Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexuelle Orientierung und Identität. Es gehe auch darum, äußere Faktoren wie etwa den Ausbildungshintergrund oder die Dauer der Betriebszugehörigkeit, die sich in der Zusammenarbeit bemerkbar machen zu berücksichtigen, stellen die Verantwortlichen der Prospektiv GmbH klar, einer privaten Forschungs- und Qualifizierungseinrichtung aus Dortmund.

„Die Lebenswelten sowohl der betreuten Personen als auch unserer Angestellten werden immer vielfältiger, komplexer und facettenreicher. Um dem gerecht werden zu können, müssen auch wir uns als vkm vielfältiger aufstellen. Die angebotenen Fortbildungen helfen uns dabei“, erklärte Jennifer Buhla, Geschäftsführerin des Vereins, der seit über 50 Jahren körper- und mehrfachbehinderte Menschen begleitet. „Wir haben bereits zuvor mit Blick auf die Zukunft geschult, doch bietet ‚SoDivers‘ erstmals die Möglichkeit, so viele unserer Teammitglieder gleichzeitig in systemischer Beratung zu schulen und unsere Führungskräfte auf denselben Stand zu bringen. Außerdem konnten unsere Mitarbeitenden nach der Belastung durch Corona auch wieder einmal etwas für sich tun.“

Die Fortbildungsschwerpunkte sind entsprechend verschieden formuliert: Führung und Leitung, Zusammenarbeit und Interaktion, Selbstfürsorge, Frauenförderung, Diversitätsausschuss, Diversitätswerkstatten, Multiplikatoren-Schulungen und Handlungshilfen. Die Rückmeldungen aus der Belegschaft, die sich komplett zur Teilnahme bereiterklärt hatte, sind bereits sehr positiv, die Fortbildungsveranstaltungen können frei gewählt werden. Das Projekt läuft noch bis Juni 2022.