Hartmut Röhler hat wegen Corona seine Küche entdeckt. - Foto: vkmHartmut Röhler hat wegen Corona seine Küche entdeckt. - Foto: vkmAls Pantoffelking vor dem PC

Ich habe mich entschlossen, einen meiner fünf arbeitsfreien Tage pro Woche zu beschreiben. Wer mich kennt, weiß, dass jetzt kein nüchterner Bericht eines meiner Tagesabläufe folgen wird. Dann würde ich ja auch das Thema verfehlen. Denn ich soll ja beschreiben, wie ich den Tag erlebe. Und das schließt ja meine Empfindungen zwangsläufig mit ein.

Los geht´s: An meinem freien Tag stelle ich mir in der Regel keinen Wecker. Es genügt, wenn ich mich von der Sonne wecken lasse. Die Sonne kitzelt sanft meine Nasenspitze, denn da kommt sie gut dran, da ich auf dem Rücken schlafe und mir nicht die Decke bis über den Kopf ziehe. So, das reicht, um den Teil des Tages zu beschreiben, an dem ich noch passiv bin. Jetzt wird es ernst. Ich beginne den Tag mit meiner morgendlichen Badezimmerrunde. Das ist aber noch kein gelungener Start in den Tag Der kommt jetzt, denn vom Badezimmer geht es direkt zur Kaffeemaschine, erst einmal ein paar „Tropfen“ meines Lebens Elixiers kochen.

Mein Kaffee muss noch nicht einmal Koffein enthalten. Mein erstes Getränk des Tages muss einfach nur nach Kaffee schmecken. Jetzt muss ich nur noch Brötchen auftauen und dann kann es beginnen: Das Frühstück! Als Zeuge Jehovas habe ich mir angewöhnt, nach dem Frühstück unseren Tagestext zu lesen. Das ist ein kurzer Bibeltext mit einem Kommentar. Dadurch bekomme ich jeden Morgen eine geistige Ermunterung, die mich auf den Tag einstimmt.

Jetzt ein Blick nach draußen und in den Wetterbericht, um zu entscheiden, ob es sich lohnt, Schuhe anzuziehen. Wenn ja, dann überlege ich, ob ich noch ein paar Kleinigkeiten einkaufen muss. In der Regel muss ich. Da ich meinen Wocheneinkauf regelmäßig freitags mit meinem Bezugsbetreuer Marius vom Vkm erledige, handelt es sich wirklich nur um Kleinigkeiten, auf die ich zwischenzeitlich Lust bekommen habe, oder die aktuell im Angebot sind und in mein „Beuteschema“ passen.

Sollte ich mir ein paar „Leckereien “mitgebracht haben, muss ich natürlich sofort die Qualität überprüfen! Das schließt den Blick aufs MHD mit ein, schade, das ist noch länger haltbar und muss nicht schnell weg! Da die Corona Maßnahmen auch mich einschränken, habe ich meine Freizeitbeschäftigungen jetzt hauptsächlich in meine Wohnung verlegt. Als Pantoffelking mache ich es mir gerne vor dem PC gemütlich, spiele ein wenig und oder sehe mir auf YouTube interessante bzw. lustige Videos an. Sollte die Sonne (dieselbe, die mich morgens geweckt hat) schön scheinen, zeige ich ihr, dass ich das mit dem Wecken nicht übelgenommen habe und gehe etwas spazieren oder genieße die Sonne einfach auf meinem Balkon.

Dadurch, dass ich Corona bedingt momentan nicht im Restaurant essen gehen kann, habe ich entdeckt, dass meine Wohnung über eine kleine, aber funktionstüchtige Küche verfügt. Wenn die Zeit mittlerweile so weit fortgeschritten ist (wohin auch immer), kann ich mir schon mal Gedanken machen, was ich mit heute Mittag zu Futtern machen könnte. Kühlschrank auf – och nööö! Nächste Option: Gefrierschrank auf – ja genau, das wollte ich mir doch seit längerer Zeit schon mal machen. SUPER Zwischen dem Mittagessen und einem gemütlichen Fernsehabend bietet sich noch ein kurzes Mittagsschläfchen an. Spülen kann ich auch danach!