"Wichtig, mit ihr zu sprechen"

Melanie Ruhnke mit vkm-Mitarbeiter Sebastian Beitz. -  Foto: vkmMelanie Ruhnke mit vkm-Mitarbeiter Sebastian Beitz. - Foto: vkm

Melanie Ruhnke ist 40 Jahre alt und an MS erkrankt. Sie wird seit rund zehn Jahren durch den vkm Hamm betreut. Mittlerweile hat sie einen Pflegedienst, eine individuelle Schwerstbehinderten -Betreuung (ISB) und den vkm für die ambulante Betreuung. Außerdem arbeitet sie in der Werkstatt der Lebenshilfe. Für das vkm-Magazin berichtet sie von ihrem Alltag.

„Als erstes kommt morgens der Pflegedienst und gibt mir Medikamente. Um 7.30 Uhr kommt der ISB-Dienst. Die Mitarbeiterin wäscht und pflegt mich und zieht mir die Thrombose-Strümpfe an. Ich habe hier auch Bezugsbetreuerinnen, die immer zu mir kommen. Nach der Pflege fährt sie mich mit meinem Rollstuhl in die Küche. Hier wird mir ein Joghurt gereicht. Außerdem bekomme ich durch einen Schlauch Nahrung direkt in dem Magen. Normalerweise werde ich dann von dem Fahrdienst abgeholt und in meine Gruppe der Werkstatt der Lebenshilfe Hamm gebracht. Dies geht leider im Moment wegen Corona nicht. Hier würde ich dann von 11 bis 13 Uhr mitarbeiten, bis der Fahrdienst mich nach Hause bringt.

Gemeinsamer BvB-Besuch 2019. - Foto: vkmGemeinsamer BvB-Besuch 2019. - Foto: vkmNun sitze ich am Vormittag zuhause mit meiner Betreuerin vom ISB und höre Radio, erstelle mit ihr zusammen Haushaltspläne. Bis mittags mein Pflegedienst kommt und mir wieder Medikamente gibt. Außerdem bekomme ich dann noch eine halbe Mahlzeit über die Magensonde. Von 12 Uhr bis 15 Uhr halte ich einen Mittagsschlaf. In der Zeit ist keine Betreuung da.

Am Nachmittag kommt wieder meine ISB-Betreuerin. Wir gehen dann Spazieren, sie liest mir etwas vor, wir gucken mit meinem Laptop bei Facebook oder ähnliches. Ich habe in der Woche viele Termine wie Arztbesuche, Logopädie, Ergotherapie und Physiotherapie. Diese werden immer vom ISB begleitet. Auch meine Mutter kommt mich manchmal besuchen. Einmal in der Woche kommt Birgit, meine Betreuerin vom vkm. Es ist mir sehr wichtig mit ihr zu sprechen. Manchmal begleitet sie auch meine Arzttermine oder wir machen etwas schönes. Nachdem abends der Pflegedienst da war werde ich um 19 Uhr ins Bett gebracht. Ab 20 Uhr bin ich alleine und gucke TV bis ich einschlafe.“