Stellten gemeinsam die Spezialsprechstunde vor: (von links) Jennifer Buhla (vkm), Isa Topak (Türk. Behindertenverein), Kathrin Kaleck (EUTB), Silke Richwien (EUTB) und Christine Hecker (Stellv. Leiterin Amt für Soziales, Wohnen u. Pflege). - Foto: KottmannStellten gemeinsam die Spezialsprechstunde vor: (von links) Jennifer Buhla (vkm), Isa Topak (Türk. Behindertenverein), Kathrin Kaleck (EUTB), Silke Richwien (EUTB) und Christine Hecker (Stellv. Leiterin Amt für Soziales, Wohnen u. Pflege). - Foto: KottmannVor allem für Menschen mit Behinderung, die in Einrichtungen der Behindertenhilfe leben, treten zum neuen Jahr zahlreiche Änderungen ein. Grund dafür ist die dritte Reformstufe des sogenannten Bundes-Teilhabe-Gesetzes. Unter anderem sollen Menschen in Einrichtungen so gestellt werden, als würden sie in einer eigenen Wohnung leben. 

„Eine bedeutende Änderung betrifft beispielsweise die Grundsicherung“, erklärt Silke Richwien, Mitarbeiterin der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung in Hamm (kurz EUTB Hamm). So wurden bisher die Kosten für Unterkunft, Lebensunterhalt und Betreuung vom Träger der Eingliederungshilfe direkt an die jeweilige Einrichtung gezahlt. Dies ändert sich nun: Ab 2020 trägt der Landschaftsverband nur noch die Kosten für die Betreuung. Für Unterkunft und Lebenshaltung müssen die Bewohner dann selbst aufkommen.

Rundum gelungen: Der Strandbesuch gehörte natürlich zum Urlaubsprogramm dazu. - Foto: vkmRundum gelungen: Der Strandbesuch gehörte natürlich zum Urlaubsprogramm dazu. - Foto: vkmEine äußerst abwechslungsreiche Urlaubsfahrt erlebten die 20 Teilnehmerinnen Teilnehmer bei der BeWo-Urlaubsfahrt im Sommer 2019. Ziel war vom 29. Juli bis zum 2. August das Dorf Sint-Maartensdijk auf der holländischen Insel Tholen. Gefördert wurde die Urlaubsfahrt mit 17 Klienten und drei Betreuern von der Aktion Mensch.

Und die fanden mit dem Hotel KOM! in Zeeland eine tolle Unterkunft vor. Diese befindet sich direkt am Marktplatz des Dorfes in einem wunderschönen historischen Gebäude mit Treppengiebel aus dem 16. Jahrhundert. Zu Fuß gelang man in 20 Minuten zum kleinen Strand an der Oosterschelde. Der schöne Weg führte durch das Wald- und Naturgebiet "de Pluimpot". Insgesamt lädt Tholen zum Radfahren, Wandern, Tauchen und Beobachten von Wildvögeln ein.

Probesitzen im neugestalteten Raum: Der Freizeitraum des vkm erstrahlt in neuem Glanz. - Foto: KottmannProbesitzen im neugestalteten Raum: Der Freizeitraum des vkm erstrahlt in neuem Glanz. - Foto: KottmannDas Ergebnis begeistert alle: Rund 70 Arbeitsstunden wurden von den vier Auszubildenden und vier Klienten des vkm geleistet – jetz erstrahlt der Freizeitraum in neuem Glanz.

Gemeinsam wurde nicht nur entrümpelt, neu geplant, eingekauft, neu gestrichen und dekoriert, auch den Zusammenbau der neuen Möbel ließen sich die Beteiligten nicht nehmen. „Es war viel Arbeit, die sich aber auf jeden Fall gelohnt hat“, betonte Lisa Perschke, die zusammen mit den drei anderen aktuellen Auszubildenden des vkm, Niklas Sell, Naja Herrberg und Maike Schmidt, die Renovierung in Eigenregie übernahm.

Voller Erfolg: Auch das Wetter spielte beim 2. Inklusiven Motorradausflug mit. - Foto: KottmannVoller Erfolg: Auch das Wetter spielte beim 2. Inklusiven Motorradausflug mit. - Foto: KottmannAuch die Wiederholung der Premiere war ein Riesenerfolg: Rund 50 Teilnehmer nahmen an der zweiten Inklusiven Motorradfahrt des vkm Hamm teil. Ziel der Ausfahrt der 18 Motorräder und mehrerer Autos war wie im Vorjahr das Motorradfestival in Olsberg, insgesamt wurden etwa 100 Kilometer zurückgelegt. Etwa 30 Menschen mit Behinderung nahmen daran teil, für viele war es wieder ein unvergessliches Erlebnis.

„Ich bin so stolz auf mich, dass ich es gewagt habe“, gibt Organisatorin Beate Wrede, Mitarbeiterin des vkm, den wohl am häufigsten gehörten Satz des Tages wieder. Berührungsängste abbauen, neue Kontakte knüpfen – wie bei der Premiere wurden diese Ziele erneut mehr als erreicht. Schon vor der Ausfahrt gab es mehrere Treffen, etwa um Ausrüstungsgegenstände zu sammeln, die für den Tag leihweise zur Verfügung gestellt wurden. „Den beteiligten Motorradfahrern kann gar nicht oft genug gedankt werden“, betont Wrede, allen voran die Ruhrtaler Tourenfahrer und die Bikerunion Hamm.

Auftritt auf großer Bühne: die Cheereleader des vkm. - Foto: vkmAuftritt auf großer Bühne: die Cheereleader des vkm. - Foto: vkmUnter dem Motto "Anders ist auch normal" hat im Rahmen von "Hamm 2019" und dem 4. NRW-Landesturnfest am zurückliegenden Wochenende auch der "Tag der Begegnung" in Hamm stattgefunden. Dabei gab es unzählige Informations- und Aktionsstände vieler Einrichtungen, Gruppierungen und Institutionen aus der Behindertenarbeit in Hamm, die damit eine große Bühne erhielten. Mit dabei waren auch der vkm Hamm und die EUTB-Beratungsstelle.

Für die Cheerleader des vkm gab es zudem einen ganz besonderen Auftritt: Sie durften zum Auftritt auf die Showbühne im Schatten der Pauluskirche am Hammer Marktplatz. Und damit traten sie genau dort auf, wo am Samstag Engst, Joris und Albert Hammond im Rahmen des "Hammer Summer" für den krönenden Abschluss der Veranstaltungstage in Hamm sorgten.

Knapp 40 Personen begrüßte Vorsitzender Gerrit Lehmann Ende Mai zur jährlichen Mitgliederversammlung des vkm Hamm e. V., Wahlen fanden keine statt, die wirtschaftlichen Zahlen sind wie gewohnt sehr solide. Der Vorstand berichtete der Versammlung nicht nur davon und von einem sehr abwechslungsreichen zurückliegenden Jahr, sondern stellte den Mitgliedern für die nächsten Monate viele spannende Projekte und Aktionen vor.

Zunächst ehrten die Anwesenden allerdings die im zurückliegenden Jahr verstorbenen Mitglieder Edith Sander und Dorothea Noll mit einer Schweigeminute. Anschließend begrüßte Vorstandsmitglied Martin Muhle auch stellvertretend für den Oberbürgermeister Thomas Hunsteger-Petermann die Mitglieder im Technischen Rathaus und stellte die vor 16 Jahren durch die Stadt bezogenen Räumlichkeiten des Technischen Rathauses vor. Das Gebäude wurde bis vor 20 Jahren durch die Deutsche Post genutzt, in der hinteren Halle gab es sechs Gleise für Züge, der große Versammlungssaal war die ehemalige Kantine der Deutschen Post.