Fair geht vor – Bei der neu gegründeten Fußballgruppe, hier (von links) Alexander Lyzenko und Sebastian Daasch, geht es längst nicht nur um´s Toreschießen.  – Foto: Drewer/vkmFair geht vor – Bei der neu gegründeten Fußballgruppe, hier (von links) Alexander Lyzenko und Sebastian Daasch, geht es längst nicht nur um´s Toreschießen. – Foto: Drewer/vkmWenn man eines mit Sicherheit sagen kann: Rund um das Thema Fussball geht im Wohnprojekt Westtünnen der Gesprächsstoff nie aus. Von Bayern, bis Schalke, dem BVB oder RB Leipzig, sind alle Fanschaften vertreten – und so auch rege Diskussionen über vergangene Spieltage.

Doch das reichte nicht mehr ganz aus. Es entstand aus einem Wunsch mehrerer Klient*innen: Eine Fußballgruppe musste her. So zögerten Niklas Sell, Jennifer Drewer und Henry Estrada Calderón nicht lange und gründeten eine wöchentliche Trainings-Fußballgruppe. Im „Soccer Court“ in Westtünnen in der Nähe der Alfred-Delp-Schule wird trainiert – alles wie beim echten Training im Verein: Aufwärmen, Trainingseinheiten zu den Themen Schießen, Passen und Punkten und schließlich das allseits beliebte Abschlussspiel. Rund zwei Stunden dauert eine Trainingseinheit. Die Klient*innen nehmen das Angebot sehr gut an und freuen sich sehr über die neue Möglichkeit der sportlichen Betätigung.

Der „Fairplay“-Gedanke steht in der neuen Gruppe total im Vordergrund: „Es war schon stark zu sehen, dass zwei der Teilnehmer, einem einzelnen nicht so starken Klienten die Chance gegeben haben, ein Tor zu schießen. Das hätten wir vorher nicht erwartet“, freut sich Sell, der selber im Fußballverein spielt. „Ich kann mir durchaus eine standortübergreifende Gruppe vorstellen“, so Sell weiter.
Einen Namen gibt es für die Truppe bisher noch nicht. Aber der – und das ist ebenfalls sicher – wird sich auch noch finden.